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Mit GPC werden unerwünschte, meist hochmolekulare Begleitstoffe, von den gesuchten Wirkstoffen abgetrennt. Die unerwünschten Begleitstoffe werden in den Abfall geleitet, die gesuchten Wirkstoffe als Eluat in Glaskolben gesammelt oder zum AccuVap-Modul weitergeleitet.
Die traditionelle GPC-Glassäule hat ein Gelbett, das aus porösen, kreuzvernetzten Polystyren-Kügelchen besteht und vom Lösungsmittelsystem (oft Cyclohexan:Ethylacetat) mit einer Flussrate von 5 ml pro Minute von unten nach oben durchflossen wird. Niedrigmolekulare Wirkstoffe werden im Gelbett verlangsamt, indem sie in die Polystyrenstrukturen eindringen. Die hochmolekularen Begleitstoffe wandern um die Polystyrenkugeln und kommen schneller am oberen Säulenende an. Dort werden sie über ein automatisches Ventil in den Abfall geleitet. Die anschließend ankommenden, langsameren Wirkstoffe werden entweder zur AccuVap geleitet, um dort sofort mit einer Verdampfungsgeschwindigleit von 5 ml pro Minute verdampft zu werden, oder in Rundkolben auf dem Probentisch gesammelt.
Der große Vorteil des GPC-Verfahrens liegt, neben der Sauberkeit der Eluate darin, dass praktisch alle vorkommenden Wirkstoffe in einer Fraktion von ca. 100 bis 250 ml enthalten sind, so dass diese durch eine einzige Probenaufarbeitung gesammelt werden können.
PrepLinc GPC
Das GPC-Modul wird in Verbindung mit dem Autosampler verwendet.
Die Proben werden in 10 ml-Probengläschen, die mit Einmalsepten verschlossen sind, vorgelegt. Es stehen unterschiedliche Probentische zur Auswahl. In den meisten Fällen wird ein Probentisch eingesetzt, in den 250 ml Rundkolben mit NS 29/32 direkt eingehängt werden können; diese können anschließend ohne Umfüllarbeiten direkt im Rotationsverdampfer weiter verwendet werden.
Das GPC-Modul ist mit einer Hochdruckpumpe ausgerüstet, die bei einer Flussrate zwischen 1 bis 10ml bis zu 170 bar Gegendruck erzeugt. Somit können damit, neben der meist verwendeten Niederdruckglassäule nach der DFG S19-Methode mit einem Gegendruck von etwa 0,4 bar, auch Mitteldrucksäulen bis 170 bar eingesetzt werden.
Für Hochdrucksäulen steht eine weitere Pumpe bis 374 bar zur Verfügung.
Üblicherweise wird mit GPC nur eine Fraktion, die alle Wirkstoffe enthält, gesammelt. Die Software erlaubt jedoch auch die Aufteilung in eine beliebige Anzahl von Fraktionen, nur limitiert durch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Sammelpositionen (>140 möglich).
Ein interner Detektor überwacht das Trennverhalten der GPC-Säule.
GPC Methodeneditor
Im Programm sind Standardmethoden für die Probenaufreinigung mit GPC, für die Kalibrierung der GPC- Säule sowie die Kalibrierung der Hochdruckpumpe hinterlegt.
Mit dem Methodeneditor werden die Parameter für die Abarbeitung der Probe und der Spülschritte exakt eingestellt.
- Automatische Verdünnung vor der Probeninjektion - nur bei Bedarf
- Wahl unterschiedlicher Flussraten
- Benutzerdefinierte Spülschritte
- Multiple Injektionen von einem Probenglas auf die GPC Säule
- Retentionszeiten aus den GPC-Säulenkalibrierreports können direkt in Methoden übernommen werden
- Sammelphase (Collect) inline auf SPE-Kartuschen überführen*
- Sammelphase (Collect) inline mit der AccuVap konzentrieren**
Erweiterungsmöglichkeiten des GPC-PrepLinc Systems
Das PrepLinc GPC-System kann mit folgenden Modulen erweitert werden:
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